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Rezeptbuch vom Männerkochclub
Mit Spanferkel fing es an - So entstand der Männerkochclub
Jan Dzikon, Manne Engelkennsmeier, Dieter Golombek, Mario Giordan, Uli Kowalski(+) im Juni 1972 (von links nach rechts)

An die Löffel, fertig los!
Selbst wenn die Interessengemeinschaft Neugereut (jetzt BIN) nicht mehr bestünde, die Mannschaft im Männerkochklub würde als harter Kern den Kochlöffel noch hochhalten und sich 14-tägig unverdrossen treffen.
Ein Bericht aus dem 1. Kochbuch des Männerkochclub
(Ausgabe 1986/87) vom Kochclubchef Dieter Ludwig Begero
Seit Juni 1972 köcheln wir nun, die Herren „Kochbrüder“, in wechselnden Küchen und manchmal auch mit wechselndem Erfolg. Aber immer noch gelüstet es uns nach neuen Rezepten für pikantes, deftiges oder feines Kochen, die wir uns gegenseitig, mit Unterstützung der gesamten Mannschaft, vorkochen.
Mit einem opulenten Spanferkelessen hatte es im Juni 1972 angefangen. Einige Mitglieder der Stadtteilzeitung „TREFFPUNKPT“ riefen zum gemeinsamen Ferkelverzehr auf, um so eine Atmosphäre des zwanglosen Beisammenseins und neue Bürgerkontakte zu schaffen.
„Das war eine Bombenstimmung“, wie wir uns noch immer im Männerkochklub erinnern.Belegt wie dies mit dem Hinweis, dass die
65 (von 250 Einwohnern) Spanferkelesser binnen 30 Minuten gesamten Biervorrat erschöpft hatten. Dass der Männerkochklub weder zu einem Sauf- noch zu einem Fressklub ausartete, ist
belegt. Überhaupt bewegt sich, entgegen manchen Vorurteilen, die Männerwirtschaft in der Kochklubküche in geordneten Bahnen: Um das leidige Geschirrspülen kann sich so schnell „keiner
drücken“, wenn wir da nicht unseren Walter Albrecht und Peter Grahl hätten sähe es schlimm aus.
Bei den in Vierzehntage-Rhythmus stattfindenden Zusammenkünften kocht jeweils ein Zweierteam, assistiert von den „weisunggebenden“ Kochbrüdern. Die Rezeptauswahl bleibt aber bei den beiden „Köchen vom Dienst“ vorbehalten, wobei sich die landsmannschaftliche Vielfalt auch in allerlei Rezepten wieder spiegelt. Das macht den besonderen Reiz der Zusammenkünfte aus. Auch wenn allemal „ alles gegessen wird, was auf den Tisch kommt“, trifft nicht jede Kochidee den Geschmack der Mehrheit – wie könnte es auch anders sein.
So wird schon lange Zeit von den „Nordlichtern“ Engelskensmeier und Golombek versucht, das Seemannmahl „Labskaus“ den „Südlichtern“ schmackhaft zu machen – die Welle der Ablehnung spülte diesen Vorschlag noch immer vom Tisch. Morlocks Maultaschen erfreuen sich allerdings allgemeiner Beliebtheit, weil sie „halt a bissle besser g`würzt send“ als üblich.
Wenn sich aus der Kochklubküche verführerische Essensdüfte verflüchtigen, ist die Gefahr groß, dass der Männerkochklub Besuch bekommt. Aber dieser ist nur gern gesehen, wenn er auch wirklich eingeladen wurde, denn der Männerkochklub kocht für gewöhnlich „in Klausur“. Auch die Ehefrauen und Freundinnen haben darum nur auf Einladung Zutritt in die „Männerküche“. Sie sind ja ohnehin Nutznießer der ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigung, weil die Kochbrüder vor allem sonntags ihre Familien mit den neuesten Rezepten aus dem Kochklub überraschen.
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Den Männerkochclub Neugereut können Sie nur unter Kontakt erreichen.
Teil I Vorspeisen und Suppen
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Fisch
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Raclette und Fondue
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